Mohenjo Daro

Mohenjo Daro

Mohenjo Daro war eine stadtähnliche Siedlung der Indus-Kultur am Unterlauf des Indus, im heutigen Pakistan, ca. 40 km südlich der Stadt Larkana. Die Ruinenstadt erstreckt sich über ein Gebiet von 60 ha und hatte ihre Blütezeit um 2500 v. Chr.
Es war ein großes Handels- und Handwerkszentrum, wo es unter anderem Töpfereien und Färbereien gab. Aber auch Metall- und Muschelverarbeitung und sogar Perlenmacher waren dort beheimatet.
Es wird vermutet, daß zu dieser Zeit über 40.000 Menschen in Mohenjo Daro lebten.

Der Hauptwohnbereich der Bevölkerung befand sich in der sogenannten Unterstadt. Die verschieden großen Häuser wurden durch ein Straßennetz in jeweils neun Blöcke unterteilt.
Das religiöse Zentrum der Stadt war die Zitadelle, die auch für zeremonielle und administrative Zwecke genutzt wurde.
Im so bezeichneten Kolleg wohnte wahrscheinlich die Priesterelite von Mohenjo Daro.

Durch die gefundenen Gegenstände konnte man auf eine hervorragende handwerkliche Fähigkeit schließen. Einige der Fundstücke wurden aus Material gefertigt, das man vorher importiert hatte. Andere Stücke dagegen schienen eher für den Export gefertigt worden zu sein.
Ihre Waren transportierten sie nicht nur über den Landweg, mit Ochsenkarren, sondern auch auf dem Seeweg. Der nahe gelegende Indus-Fluß ermöglichte es ihnen, schnell auch große Wege zurückzulegen.
Die Grundnahrungsmittel, die man in Mohenjo Daro brauchte, wurden gleich im Umfeld der Stadt angebaut. Hauptsächlich wurden Weizen, Gerste und auch Hirse angepflanzt.
Zur Blütezeit der Stadt herrschte also ein reges Treiben in den kleinen Straßen von Mohenjo Daro

Auch das Bad gab es schon in Mohenjo Daro. Leider ist auch heute noch immer nicht sicher, ob es sich dabei um ein rituelles Bad, oder um eine öffentliche Badeanstalt gehandelt hat.
Das große Bad ist 12m lang, 7m breit und 3m tief. Die Treppen, die an der Nord- und Südseite ins Bad führten, besaßen in Bitumen eingelassene Holzstufen. Das Wasser für das Bad kam aus einer Quelle, die sich im Haus befand.
An der Ostseite befanden sich umgebende Räume, die möglicherweise als Umkleideräume genutzt wurden. In einem der Nebengebäude befanden sich zusätzlich acht kleinere Baderäume, die über eine Rinne mit dem Hauptkanal verbunden waren, der sich auf dem Gang befand.

Bis heute ist nicht eindeutig geklärt, warum diese Kultur unterging. Eine vermutung besteht darin, daß sich die Bewohner der Stadt Harappa für einen kriegerischen Angriff gerächt haben und Mohenjo Daro zerstörten.
Eine andere Möglichkeit ist der Wandel, den der nahe gelegene Fluß Indus durchmachte. Während sich Mohenjo Daro lange Zeit in einer fruchtbaren Gegend befand, trocknete die Umgebung langsam aus und verhinderte so eine ausreichende Ernährung der Bevölkerung.
Die Kultur von Mohenjo Daro ging gegen 2000 v. Chr. zu Ende.
Damit hatten die Bewohner eine Zeitspanne von ca. 1000 Jahren von der Besiedlung des Landes durch Bauern, um 3000 v. Chr., bis zu ihrem Untergang 2000 v. Chr.

   
 

 

 

 
   




 

 

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